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WALESWILERE

- Waleswilere ist der 943 erstmals im "Goldenden Buch" der Abtei Prüm erwähnte Name für den Ort Waxweiler -

Verein zur Erhaltung geschichtlicher Zeugnisse in Waxweiler und Umgebung

aktualisiert: 15.06.2010
Adresse des Museums "Waleswilere":
Auf Staudigt
54649 Waxweiler
im Hauptschulgebäude
Öffnungszeiten des Museums: werktags nachmittags
nach Vereinbarung
Sie finden uns im Internet unter:
www.waxweiler.com unter dem Link "Vereine", dann Link Waleswilere
oder direkt unter:
www.ghs-waxweiler.de unter dem Link "Waleswilere"
Verein Waleswilere telefonisch erreichbar unter:
Tel.O6554-811

1. Vorsitzender: Karl - Heinz Kuntz
Lünebacher Str. 3
54649 Waxweiler
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Am 19.06.2010 findet die öffentliche Vorstellung der von dem Verein "Waleswilere" erstellten Mauer- Replik statt.

 

 

Ort: Ortsausgang Richtung Lünebach, Ecke Lünebacher Straße / Bahnhofstraße

Zeit: 11.00 Uhr

Alle Interessierten sind herzlich bei der kleinen Feier willkommen!

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Museum
Auf Staudigt
54649 Waxweiler
im Hauptschulgebäude
FÜHRUNGEN:

Gruppenführungen nach telefon.Vereinbarung möglich: Tel.O6554-811

Eintritt: Erwachsene 2 €, Kinder 1 €
Der Verein hat eine Broschüre herausgsgegeben. Die Broschüre gibt es kostenlos im Haus des Gastes und beim Vorsitzenden !

Hier einige Informationen daraus:

DIE RÖMISCHE VILLA WAXWEILER
Erste Grabungen nach der Villa unternahm 1832 Friedrich Hugo Schwickerath, seinerzeit Pastor in Waxweiler. Das damalige Fundmaterial gilt als verschollen. Seit dieser Zeit weiß man von dem "römischen Gemäuer".
Eine Bestätigung erfolgte 1934 durch eine erneute, wenn auch nur kurzzeitige Grabung des Freiwilligen Arbeitsdienstes (FAD). Über diese Grabung sind Berichte erhalten.
Im Frühjahr 2002 stieß man bei Erschließungsarbeiten für ein Neubaugebiet auf die Villa. Es stellte sich heraus, dass die Erschließungsstraße den Keller der Villa, der mitten im Gebäude liegt, getroffen hatte. Es erfolgte eine 1. Grabung, um die Funde zu dokumentieren. Leider konnte trotz der Bemü-hungen von Notar K.H. Kuntz die Villa nicht gerettet werden, da die Grundstücke nun teilweise Privateigentümern gehörten und zur Bebauung freigegeben waren!
Trotzdem gelang es, vor den Baumaßnahmen der Eigentümer die Ausgrabungen des Landesmuseums im Herbst 2002 zu starten. Unter der Leitung des Archäologen Bernd Bienert wurde der südliche Teil der Villa freigelegt. Die Ergebnisse der Ausgrabung waren bedeutend: Das Gebäude, eine " villa rusti-ca" vom "Typ Bollendorf", war 28,60 m lang und 18,85 m breit. Bei dieser Grabung wurden 17 Räume festgestellt. Fragmente einer Fußboden-Wand-Heizung (hypocaustum) und einer kompletten Badeanlage wurden gefunden. Sogar eine Wandbemalung wurde nachgewiesen. Das lässt auf gehobenen Wohnkomfort schließen. Wahrscheinlich war das Gebäude mehrgeschossig. Das Gebäude dürfte auf Grund des Fundmaterials von der Mitte des 2. Jahrhunderts bis in die 2. Hälfte des 4. Jahrhunderts n. Chr. existiert haben.
Der 2004 gegründete Verein "WALESWILERE" hat sich zum Ziel gesetzt, geschichtliche Zeugnisse in Waxweiler und Umgebung zu erhalten und der Bevölkerung zugänglich zu machen. Die Ergrabung des nördlichen Teils der Villa war von Anfang an ein vorrangiges Projekt des neuen Vereins. Der Verein, der heute von einer beachtlichen Zahl Mitglieder unterstützt wird, hat im Sommer 2005 in Zusammenarbeit mit der GHS Waxweiler einen Museumsraum im Hauptschulgebäude eröffnet, in dem auch Original- funde der Villa ausgestellt sind. Nach vielen Bemühungen hat das Landesmuseum die 3. Gra-bungskampagne genehmigt. Ab Juli.2005 wurde der restliche Teil der Villa ergraben. Der Grabungsleiter war wieder Bernd Bienert, der schon die 2. Grabung leitete. Als erste Grabungsmaßnahme erfolgte die Freilegung des Kellers. Leider konnte er nicht mehr komplett ergraben werden, weil die darüber ver-laufende Erschließungsstraße dies nicht mehr zuließ. Der Keller stellte sich als der interessanteste Teil des Grabungsprojektes heraus. In seiner Nordmauer sind beispielsweise gut erhaltene Nischen vorhanden, die zur Aufbewahrung von Vorräten dienten. Nach der 3. Grabung steht fest, dass die Villa über 23 Räume im Erd- und Kellergeschoss verfügte, - wie das aus der Zeichnung auf der Vorderseite des Faltblattes zu erkennen ist.

Grundriss: Villa
Luftbild:Grabungsstätte
Kellernischen
DAS MUSEUM "WALESWILERE"
Seit 2003 in vielen freiwilligen Arbeitsstunden in einem Schulraum eingerichtet, beherbergt dieses "Museum in der Schule" zahlreiche Funde aus der röm. Villa auf dem Hüttenberg, aber auch viele Leihgaben und Geschenke von privaten Sammlern, die den Verein damit großzügig unterstützten. Im Juni 2005 wurde das Museum offiziell eröffnet.
Der größte Teil der Grabungsfunde harrt noch einer Auswertung durch die Archäologen. Dennoch gibt es in dem kleinen Museum schon eine Vielzahl von Funden zu besichtigen, wie sie in den zahlreichen römischen Gutsanlagen des Trierer Landes typisch waren. Die qualitativ erstaunliche Wohnkultur und die gehobene Lebensart lassen sich hieran erkennen. Funde belegen, dass das Dach aus auf-genagelten Steinplatten bestand. Kiloweise wurden Nägel von der Dachplattennagelung gefunden, die durch Feuerhärtung (Niederbrennen der Anlage) erhalten geblieben sind. Kasten - / Hohlziegel, sog. Tubuli - sind Teile einer Wand - und Fußbodenheizung.Beheizt wurde ausschließlich der Südflügel mit der Badeanlage. Bei einer Wohnfläche von über 500 m2 im Erdgeschoss war es den Bewohnern möglich, sich im Winter in den beheizbaren Teil zurückzuziehen. Dicke Schichten von Ziegelklein - Estrich, die heute noch betonhart sind, zeigen uns, dass die Römer schon hervorragend mit noch heute modernen Baustoffen umgehen konnten.Münzen, damals Zahlungsmittel, sind für uns heute Datierungshilfen. Die in der Villa gefundene, hier abgebildete Münze zeigt auf der Vorderseite (Av.) Flavius Julius Constantius II., nach rechts blickend, in gepanzerter Büste mit Perlen -Diadem. Reg. 324-361 n. Chr., zweiter Sohn des Constantinus magnus. Prägestätte war Trier. Man schätzte auch einen guten Moseltropfen. Hiervon zeugt nicht nur der "Waxweiler Becher", sondern auch der etwas einfachere in der röm. Villa gefundene Weinbecher, der ebenfalls als sog.Schwarz-"Firnis"-Ware gefertigt ist.

 

Münze:Constantius II
"Tubulus"- / Hohlziegel
Becher

Der "Waxweiler Römerbecher"

Den Waxweiler Römerbecher kann man käuflich erwerben. Die Idee des 1. Vorsitzenden, den Original-Becher zu restaurieren und zu kopieren, ist ein voller Erfolg geworden . Die Kopien sind so gut gelungen, dass der Becher sich mittlerweile als ein besonderer Geschenk-Artikel für viele Gelegenheiten anbietet.

"Waxweiler Römerbecher"

links Original ( Leihgabe von Maria McCleskey-Knauf), rechts Kopie